Andrea und Kleiner Prinz


Das Shetlandpony "Kleiner Prinz" kam 2009 zu mir. Sein Alter sowie die Details seiner Lebensgeschichte hat er bislang verschwiegen. Prinz entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem freundlichen, koopereativen Pony, das sich auf vieles einlässt.


Ich war soweit zufrieden mit seinen Fortschritten - doch fehlte mir ein schlüssiges Konzept, um tiefer in seine Ausbildung einsteigen zu können. So bin ich sehr froh darüber, seit einem Jahr Unterricht bei Alexandra zu nehmen


Immer wieder ist es diese feine Kommunikation, die mich begeistert.  Alles passiert in kleinen Schritten, immer aufeinander aufbauend und dabei sehr anschaulich erläutert.

Mein Pony hatte in seiner Vergangenheit verinnerlicht, dass es stärker ist und es nicht allzu viele Gründe gibt, sich dem Mensch anzuvertrauen. Durch die Boden- und Longenarbeit am Kappzaum soll er zunächst die Dehnungshaltung in Schritt bund Trab als für ihn angenehm entdecken. Meine bisherigen Versuche, Prinzlein an der Longe zu arbeiten, scheiterten an seinem vermeintlichen "Sturkopf", so meine damalige Deutung.


Alexandra zeigte mir, wie ich mein Pony in seinen Bewegungen verstehen lernen kann. Der Kleine Prinz begegnete dem Ganzen zunächst skeptisch, was nicht weiter verwunderlich war, denn auch ich zweifelte anfangs häufiger, da es mir schwer fiel, zu erkennen, wann seine Bewegungen richtig waren.


Das Stellen und Biegen sind weiterhin unsere Themen, doch inzwischen wissen wir beide, wie es funktionieren kann. Und ich habe das Gefühl, Prinz spielt nun gerne mit!


Wie es weiter geht: Schritt für Schritt.


Melanie und Chino, 23-jähriger Westfale.

 

Beim Futterkauf hielt ich vor einigen Jahren - welch ein Glück! - Alexandras Flyer in der Hand und einer ersten Schnupperstunde sollten viele weitere folgen, in denen phasenweise mal mehr das Reiten, mal mehr die Bodenarbeit im Fokus der Unterrichtseinheiten stand.

 

Insbesondere die gymnastizierende Arbeit am Boden, bislang mit den Schwerpunkten Stellung/Biegung sowie Schulterherein und Kruppeherein, erlebe ich als unglaubliche Bereicherung. So gerne ich auch auf dem Pferd sitze, gerade mit einem nicht mehr ganz jugendlichen Pferd (oh, das dürfte er jetzt nicht hören ;-)) hat es unglaubliche viele Vorteile, die Bodenarbeit zu haben, zumal sie uns große Freude bereitet. Derzeit befindet Chino sich in Rekonvalesenz nach einem Muskelriss und ich wüsste keinen besseren Weg, wie ich ihn langsam wieder aufbauen kann, als nach den Prinzipien der akademischen Reitkunst.

 

Meinem Kernthema zu Unterrichtsbeginn würde ich den Titel "Der Reitersitz als primäre Hilfe" verleihen. Mir hat es unglaublich geholfen, vom "Machen" mehr ins "Fühlen" zu kommen. Ergänzt durch den von Alexandra stets hervorragend erklärten theoretischen Input über das biomechanische Zusammenspiel habe ich ein neues Verständnis von Bewegungsabläufen erlangen dürfen.

 

Mein größter Aha-Effekt war wohl: " Jede, auch die kleinste, Veränderung in meinem Körper (und manchmal auch nur in meinem Denken), bewirkt eine Veränderung im Körper meines Pferdes". Außerdem gehört in die Liga der Aha-Effekte der Moment, als Chino und ich die Seitengänge verstanden haben. Weiterhin erinnere ich eine Reitstunde, in der ich lediglich mit einem Zügel um den Hals ritt und mein Pferd nur über den Sitz in Biegung reiten konnte ("irgendwie" waren wir so spartanisch "bekleidet" schon oft unterwegs gewesen ... Dass Gymnastizierung jedoch ein Stück weit sogar ohne Kopfstück möglich war, war uns bis dahin neu!).

Kurzfristig haben ich nun das Ziel, schonend wieder Muskulatur aufzubauen und Chino ein positives Körpergefühl zu vermitteln, nachdem er längere Zeit in Schonhaltung lief.


Langfristig wünsche ich mir, mithilfe der akademischen Reitkunst mein Pferd möglichst lange fit und gesund zu erhalten und freue mich über alles, was wir noch lernen werden. Der Weg ist das Ziel.


Umzugsbedingt verlassen wir nun leider Alexandras direkten Einzugsbereich. Aber ich baue darauf, dass wir uns auf so mancher "Nordhessentour" oder der ein oder anderen Hippologischen Nachmittagsstudie wiedersehen, denn ich möchte Alexandras wunderbare Art, zu unterrichten, Zusammenhänge zu erklären und Pferd und Mensch genau da zu begegnen, wo sie gerade sind, nicht missen.


Kordula mit Elin Ddu, Welsh Cob Stute, geb. 2009.

 

Beweggründe: Da Alexandra schon seit mehreren Jahren einige meiner Pferdefreundinnen unterrichtet, war mir ihre Arbeit bereits bekannt. Ich habe seit 25 Jahren eigene Pferde und mein Ziel war immer ein pferdegerechter Umgang in Haltung und freizeitmäßigem Reiten. Meine beiden älteren Cobs waren auch nicht immer komplikationslos, doch bisher fanden wir immer irgendwie zusammen. Doch dies sollte sich mit Elin Ddu ändern. Sie wurde von mir Weihnachten 2012 aus Wales importiert. Von Anfang an war sie sehr scheu und hatte wenig Vertrauen. Ich ließ sie sich zunächst in Ruhe eingewöhnen und hoffte auf Besserung. Im Juni 2013 wurde dann ihr Hengstfohlen geboren, bei dem sie sich als wirklich hervorragende Mutterstute erwies. Ihr Misstrauen gegenüber allem Neuen besserte sich jedoch nicht nicht.

 

Alles, was bei meinen anderen Ponys keine Probleme darstellte bzw. einfach selbstverständlich war, war und ist für Elin eine riesengroße fast nicht überwindbare Katastrophe. In vollkommener Panik erstarrte sie zur Salzsäule und keinerlei Kommunikation war mit ihr möglich. Tief enttäuscht über meine vergeblichen Versuche, etwas wie Vertrauen aufzubauen, gab es nur noch 2 Möglichkeiten: 1. So schnell wie möglich weg, 2. Sich der Herausforderung stellen und Hilfe holen. Somit kontaktierte ich Alexandra. Wir sind jetzt schon ein paar Monate am Arbeiten, haben ganz unten (unter Null) angefangen, langsam (ganz langsam) entwickelt sich so etwas wie der Ansatz von Vertrauen.

 

Kernthema: Zunächst war mein Ziel, dass ich diese hübsche Stute einmal gefahrlos im Gelände reiten kann. Doch im Laufe der Monate und bei der Bodenarbeit mit meinem Pony habe ich ganz neue Aspekte entdeckt. Dieses Pferd bringt mich immer wieder an meine Grenzen, dadurch, dass sie extrem feinfühlig reagiert und ich, bisher absoluter Grobmotoriker, sie nicht richtig lesen kann.

Aha-Erlebnis: Thema Grobmotorik. Es ist immer wieder faszinierend, was man mit Körpersprache alles erreichen kann. Es fängt an, mir richtig Spaß zu machen und ich lasse mich mehr und mehr darauf ein. Hierbei ist Alexandra unschlagbar mit ihren logischen Erklärungen und Tipps. Bei dieser Art des Umgangs mit Pferden lernt man über sich selbst mindestens so viel wie über das Wesen des Pferdes.

 

Aktuell: Wir machen Fortschritte und es ist fast immer (bis auf kleine Rückschläge) möglich, ein kommunikatives Pferd-Mensch-Verhältnis herzustellen. Elin ist immer noch äußerst misstrauisch jeder neuen Situation gegenüber und auch sehr schwankend in ihrem scheuen Wesen, doch an anderen Tagen ist es nahezu harmonisch, mit ihr zu arbeiten.

 

Kurzfristige Ziele: Meiner Stute durch die stetige Arbeit eine Sicherheit zu vermitteln, damit sie mir vertraut und sie so zunächst vom Boden aus zu gymnastizieren.

 

Langfristige Ziele: Mein ursprüngliches Ziel, eine tolles Geländepony zu haben, habe ich bereits abgelegt, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

 

Elin Ddu ist eine sehr sensible, ängstliche jedoch grundehrliche Stute, von der ich mit Sicherheit noch viel lernen kann, was ihrem mittlerweile 2jährigem Hengstfohlen zu Gute kommen wird. Darauf freue ich mich auch schon ein wenig.


 Anja mit Glæðir

 

Glæðir (Jahrgang 2001) lernte ich auf der Jungpferdeweide bei uns hinterm Haus kennen. Eigentlich wollte ich kein junges Pferd, aber manchmal wird man eben auch als Reiter ausgesucht ;-). Anfangs war es eine große Herausforderung für mich, diesen temperamentvollen, frechen Fünfgänger mit viel „Gangsalat“ und Passverschiebung auszubilden. Ein Unfall auf dem Winterauslauf mit einer Verletzung am Karpalgelenk brachte uns 2009 eine Zwangspause. Ein halbes Jahr lang verbrachte Glæðir in der Tierklinik, wurde dreimal operiert und das entzündete Gelenk heilte einfach nicht. Ich hatte die Hoffnung, dass mein Pferd zumindest als Beistellpferd weiterleben kann, schon fast aufgegeben. Doch nach einem Klinikwechsel ging es endlich bergauf. Nach vorsichtiger Mobilisierung (anfangs 20% Beugung!) durften wir mit dem Aufbautraining beginnen. Der Tierarzt hatte mir empfohlen, durch Gymnastizierung viel Last auf die Hinterhand zu verlagern, damit Glæðir das geschädigte Vorderbein entlastet. Ein kluger Rat, aber mir fehlte ein Konzept für die Umsetzung.

 

Eine Freundin brachte mich auf die akademische Reitkunst und Bent Branderup. Wir fingen - unterstützt durch Bents Online-Kurse - wieder ganz von vorne an. Ich machte mich auf die Suche nach Gleichgesinnten und fand unsere Gruppe „Reitkunst Südwest“. Seit 2010 besuche ich regelmäßig Kurse zur akademischen Reitkunst - viele davon bei Alexandra.

 

Unsere „Kernthemen“ waren am Anfang vor allem Schulterherein und Kruppeherein, damit Glæðir überhaupt lernen konnte, mit den Hinterbeinen zu tragen. Für mich als Reiter war es die größte Herausforderung, mit meiner Hilfengebung fein zu werden. Glæðir reagiert sehr schnell und ist extrem beweglich – leider auch in Richtungen, die dann Probleme machen. Alexandra unterstützte uns hervorragend auf unserem Weg.

 

Ich erinnere mich noch gut an ihren Kurs zum Kruppeherein: Ich hatte zu Hause immer versucht, die Kruppe mit Schenkel oder Gerte nach innen zu bewegen. Glæðir „verbog“ sich zwar irgendwie, aber wie Kruppeherein sah das nicht aus. Alexandra zeigte mir, dass sich die Hüfte nur durch die richtige Stellung bewegen lässt: Sie legte ein paar Finger seitlich an den Unterkiefer und plötzlich war alles ganz einfach. Das war fast magisch!

Mittlerweile arbeiten wir am Geraderichten und an den Anfängen der Versammlung. Durch die akademische Ausbildung ist mein Pferd extrem fein geworden und es ist ein Genuss, ihn zu reiten. Im Tölt läuft er locker und taktklar über den Rücken. Nach vier Jahren Ausbildung kann Glæðir sogar wieder auf der rechten Hand galoppieren, was nach dem Unfall nicht mehr möglich war. Ich habe gelernt, meinem Pferd zuzuhören und zu erkennen, wenn sich eine Überlastung einstellt. Sogar Wanderritte sind wieder möglich – das hätte ich mir nie träumen lassen.

 

Auch durch Alexandras fundierte, logisch aufbereitete Theorieeinheiten habe ich extrem viel gelernt. Trainer, die ihre Lerninhalte didaktisch so gut aufbereiten und verständlich vermitteln können, erlebt man selten. Alexandras Erfahrungen im Horsemanship helfen mir, Glæðir noch besser zu verstehen.

 

Ich begann, mich selbst intensiv mit der Reitkunst und der Biomechanik speziell bei Gangpferden zu beschäftigen. Mit ein paar Gleichgesinnten erstellte ich eine Webseite (www.reitkunst-islandpferde.de), um unsere Erfahrungen auch anderen Interessierten zugänglich zu machen. Ich hoffe, dass ich dadurch vielen Islandpferdereitern Mut machen kann, eine auf den ersten Blick eher ungewöhnliche Art der Ausbildung zu wagen. Gerade Gangpferde können davon unglaublich profitieren.


Sabine mit Frekur und Phönix

 

Wie viele kleine Mädchen mochte ich Tiere aller Art. Meine Eltern haben mir im Alter von 11 oder 12 Jahren auch Ponyferien und Reitunterricht ermöglicht. Bei aller Liebe zum Pferd war das Reiten damals allerdings auch immer mit Angst und Unverständniss verbunden, so dass ich nie den Wunsch hatte,  ein eigenes Pferd zu besitzen. Im Alter von 19 Jahren habe ich den Reitsport dann zunächst auch aufgegeben.

 

Nach dem "Wiedereinstieg" mit Anfang 30 hat mich eine damalige Bekannte und heutige Freundin mit den Prinzipien der "Natural Horsemanship" bekannt gemacht. Das war für mich eine völlig neue Dimension im Umgang mit dem Pferd. Plötzlich konnte ich mit Pferden kommunizieren und eine Beziehung aufbauen. Das hat mein Verhältnis zum Pferd vollständig verändert!

 

2003 habe ich den damals 6jährigen angerittenen Islandwallach "Frekur" gekauft, mit dem ich schon ein halbes Jahr vor dem Kauf arbeiten konnte. Mein Ziel war damals, ein Pferd zu erwerben, mit dem entspannte Ausritte im Gelände möglich sind. Dieses Ziel haben wir erstaunlich schnell erreicht. Damit stiegen auch die Ansprüche und ich habe unterschiedliche "Weiterbildungsmöglichkeiten" ausprobiert, mit denen wir aus verschiedenen Gründen irgendwann nicht weiter gekommen sind.

Mittlerweile sind wir seit 12 Jahren ein Team und ein Leben ohne Pferd möchte ich mir nicht vorstellen. Daher habe ich mich Anfang 2014 entschieden, ein Fohlen zu kaufen und auszubilden. Damit stellte sich allerdings auch die Frage, ob ich das alleine hinbekommen würde, was ich bezweifelte. So habe ich wieder intensiver nach regelmäßigem Unterricht gesucht und durch Empfehlung einer ihrer Schülerinnen Alexandra gefunden!

Seit fast einem Jahr arbeiten Frekur und ich jetzt mit Alexandra. Heute wie von Anfang an sind die Themen Stellung, Biegung und Untertreten beim Reiten und vom Boden aus. Ich finde es toll, wie Alexandra ihren Unterricht auf die Fähigkeiten und den Charakter von Pferd und Reiter abstimmt. Sie erklärt anatomische Zusammenhänge sehr verständlich und motiviert uns weiter zu kommen. Noch nie bin ich frustriert aus einer Unterrichtsstunde rausgegangen. Was nicht heißen soll, dass bei uns alles auf Anhieb klappt! Ich weiß aber, woran wir bis zum nächsten Mal arbeiten können. Begeistert hat mich, wie viel man über den Reitersitz beim Pferd bewirken kann.


Seit August 2014 gehört mir das Lewitzer-Hengstfohlen "Phönix". Phönix wird die nächsten 2 bis 3 Jahre noch in Gesellschaft Gleichaltriger bei seiner Züchterin Jutta Saalbach in Breitscheid verbringen. Mit Alexandras Unterstützung und dem Wissen, das sie mir vermittelt, freue ich mich schon auf die Ausbildung von Phönix.


Welsh Cob Stute Queeny im Cordeo-Kurs
Welsh Cob Stute Queeny im Cordeo-Kurs

Rebecca mit Queeny und Carino

 

Vor einigen Jahren bin ich über viele Umwege auf der Suche nach der für mich und meine beiden Pferde richtigen Reitweise - endlich! – auf die Akademische Reitweise gestoßen. Somit auch auf Alexandra Bohl.

 

Durch diese pferdeschonende Arbeit konnte ich meine Welsh Cob-Stute, die von einer Pferdeklinik wegen eines Sehnenschadens als nicht mehr belastbar ausgemustert wurde, langsam aufbauen. Mit ihren 18 Jahren ist sie wieder voll fit.

 

Auch für meinen sehr sensiblen und  manchmal explosiven Andalusier Carino zeigte sie ganz neue Wege der Kommunikation und Arbeit auf. Überhaupt ist es auch die Berücksichtigung der Charaktere der Pferde,  was mich so sehr an dieser Reitweise fasziniert.

 

Da es bei uns im Südwesten Deutschlands keine Reitlehrer der Akademischen Reitkunst gab, hat eine Freundin kurzerhand 3 – 4 mal im Jahr Seminare mit Trainern der Akademischen Reitkunst in unserer Nähe veranstaltet – unter anderem auch mit Alexandra.

Man kann es nicht so gut sehen, aber auch bei meinem Andalusier Carino habe ich vom Boden aus nur mit dem Halszügel gearbeitet. Der Kappzaum war nur als "Sicherheitsnagel" dran
Man kann es nicht so gut sehen, aber auch bei meinem Andalusier Carino habe ich vom Boden aus nur mit dem Halszügel gearbeitet. Der Kappzaum war nur als "Sicherheitsnagel" dran

Alexandra hat mir mit ihrem ruhigen, strukturierten und ins Detail gehenden Unterricht eine hervorragende Basis beigebracht und mir darüber hinaus die Feinheiten der Kommunikation mit dem Pferd, sowohl vom Boden als auch im Sattel, gezeigt.


Gerade in Sachen „Reiten über den Sitz“, der Primärhilfe in der Akademischen Reitkunst, habe ich so viel von ihr gelernt.


Alexandra hat ein tolles Gespür dafür, wie jedes einzelne Pferd lernen will oder kann.


Ich habe deshalb als Fotos bewusst Bilder aus unserem Cordeo-Kurs (Reiten mit Halszügel) gewählt. Das war für mich einer der schönsten und nachhaltigsten Kurse, die ich überhaupt gemacht habe. Mit sehr entspannten und aufmerksamen Pferden.


Vielen Dank, Alexandra! Rebecca


Mechthild und ihre Isländerstute Saga, 11 Jahre, ein intelligenter und liebens­werter „Zwerg“ mit großem Herzen und aus­geprägtem Selbstbewusstsein. Sie ist die unangefochtene „Chefin“ im Stall, vor der selbst die Großpferd-Wallache „strammstehen“. Zum Glück bringt Alexandra mir bei, wie ich mit dieser Dominanz sinn­voll umgehen kann, denn Saga diskutiert stets von neuem, ob ein­geforderte Anstrengungen auch wirklich nötig sind. Für Spannendes und Lustiges ist sie aber immer zu gewinnen.

Was hat mich bewogen, bei Alex Unterricht zu nehmen?

Unsere Isis standen mehrere Jahre im Offenstall einer Reitanlange, wo wir auch am klassischen Unterricht (meist in Gruppen) teilnehmen konnten. Leider haben Saga und ich uns dabei nicht im positiven Sinne weiterentwickelt, man könnte unser damaliges Verhältnis als recht „gespannt“ bezeichnen. Nach dem Umzug in eine private Reitanlage habe ich mich – zunächst aus eher pragmatischen Gründen – dem Reitunterricht bei uns auf dem Hof angeschlossen, den eine andere Pferdebesitzerin bereits mit Ale­xandra organisiert hatte. Auf diese Weise bin ich zur Akademischen Reit­kunst gekommen - zum Glück, wie sich nun für Saga und mich herausgestellt hat. Wir haben durch Alex sinnvolle Hilfengebung kennen gelernt und ich verstehe zunehmend, welche Bedeutung die Begriffe „Konsequenz“ und „Fokus“ für Pferd und Reiter haben.


Was war mein Kernthema bei Unterrichtsbeginn?

Leider hatte ich mir mir im Laufe der Jahre angewöhnt, mein Pferd ständig anzutreiben und Saga dadurch gegenüber meinen Hilfen abzustumpfen. Meine Schwerpunktthemen waren und sind immer noch eine minimale und dadurch effektivere Hilfengebung verbunden mit einem besseren und sicheren Sitz.

Was ist mein ganz persönliches Aha-Erlebnis im Unterricht?

Permanentes Treiben des Pferdes und unklare Hilfen sind umgekehrt proportional zu seiner Lauf­freudigkeit und dem Willen zur Mitarbeit.


Was sind meine kurzfristigen und langfristigen Ziele, wo stehe ich mit meinem Pferd aktuell?

Nach einigen gesundheitlichen und dadurch auch reiterlichen Rückschlägen ist es mir dank Alex Hilfe gelungen, die aktuelle Definition des Begriffs „Gesundheit" auf das Reiten zu übertragen, und (in Kurz­form) „trotz eines gewissen Maßes an Mängeln, Störungen, Schäden arbeiten, genießen und zufrieden sein zu können.“ Dafür bleibt – schon aus Sicherheitsgründen – die Akzeptanz- und Konsequenzfrage das Dauerthema zwischen Saga und mir. Dennoch würde ich uns beide inzwischen als gutes Team bezeichnen und unser gegenseitiges Verhältnis als vertrau­ensvoll, wenngleich noch nicht durchweg harmonisch. Daran arbeiten wir weiter und danken dir, liebe Alex, für deine stete Unterstützung und Geduld!


Ellen und ihre langjährige Reitbeteiligung Lisa, eine 19 Jahre alte Haflingerstute


Seit elf Jahren  sind Lisa und ich ein Team, das mit der Zeit immer mehr zusammen gewachsen ist. Doch da sie nie eine solide Ausbildung genossen hat, war es für uns immer ein Problem, auf dem Reitplatz zu arbeiten. Als Du damals meiner Freundin Kim  mit ihrem El Lobo Reitunterricht gegeben hast, war ich sehr von deren Fortschritten, Deiner Person und der Reitweise fasziniert. Für mich war klar, dass ich ebenfalls den akademischen Weg einschlagen wollte.


Wir haben noch einmal von Null begonnen und viel vom Boden erarbeitet. Vor allem mussten wir Lisa erklären, dass sie nicht hektisch werden muss, sondern in Ruhe zuhören kann. Stück für Stück sind wir ihre Gleichgewichtsprobleme angegangen und die Arbeit wurde immer harmonischer.


Lisa wurde in ihrer Vergangenheit hauptsächlich in der Kutsche gefahren und hat da mit voller Kraft gezogen. Somit war es sehr wichtig, ihr ein neues Bewegungsmuster zu vermitteln, so dass sie nicht mehr in ihre Schulter stemmt. Sie hat nach und nach ein komplett neues Körpergefühl bekommen.

Mein Aha-Erlebnis war und ist immer wieder, wie minimal meine Hilfen sein müssen und wie groß die Reaktion ist, die man als Mensch von seinem Vierbeiner zurück bekommt. Ich durfte erkennen, dass Lisa mir immer gerecht werden will, ihr Bestes gibt und Spaß an der Arbeit hat.

 

Aktuell arbeiten wir ganz intensiv am Kruppeherein und versuchen, die vom Boden erarbeiteten Übungen auch vom Sattel aus umzusetzen.

 

Mein persönlicher Wunsch wäre es, später einmal nur mit einem Halsring in korrekter Haltung in unserer Reithalle zu galoppieren.


Lisa und ihre 16jährige Islandstute Hetja

 

Was hat Dich bewogen, bei mir Unterricht zu nehmen?

Durch einen Stallwechsel hatte ich die Möglichkeit, mit Hetja noch einmal ganz neu anzufangen, auch in Sachen Reiterei. Wäre alles beim Alten geblieben, dann hätte ich höchstwahrscheinlich mit dem Reiten komplett aufgehört. Mir war damals bewusst, dass unsere gemeinsame Chance nur daraus bestand, die Vergangenheit hinter uns zu lassen und komplett neu anzufangen.

 

Natürlich war mir klar, dass dieser Neuanfang nicht einfach werden würde und nur in den richtigen Händen gelingen konnte. Und da kamst Du in Spiel, Alex. Empfohlen wurdest Du uns von einer Einstellerin, die selber auf der Suche nach neuen Wegen war. Ab diesem Tag haben wir das für uns absolute Neuland der Akademischen Reitkunst betreten und Du hast es uns ab der ersten Stunde kennen und lieben gelehrt.

 

Was war Dein Kernthema zu Unterrichtsbeginn?

Im Prinzip mussten wir beide am Punkt Null anfangen und erst einmal wieder Vertrauen in uns bzw. in unsere Fähigkeiten bekommen. Am schwierigsten war es, die alten Gewohnheiten abzulegen und sich darauf zu konzentrieren, in sich zu fühlen und auf das zu hören, was dein Pferd dir sagt. Durch Hetjas vorherige Erfahrungen war ihr Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und vor allem ihr Körpergefühl praktisch im Keller. Ihr Verhalten schwankte zwischen Teilnahmslosigkeit und Fluchtverhalten.  So haben wir zu Beginn intensiv daran gearbeitet, dass Hetja ihre Umwelt wahrnimmt, lernt ohne Panik und Fluchtverhalten zuzuhören, sich auf Dinge einzulassen und registriert, dass ihr Körper durchaus aus vier Gliedmaßen besteht.

Was ist Dein ganz persönliches Aha-Erlebnis im Unterricht?

Da gab es sehr viele Einzelmomente, aber am eindrucksvollsten ist für mich immer wieder der Moment, wenn allein die gedankliche Kommunikation ausreicht, um eine Lektion zu erarbeiten und man in diesem Moment mit seinem Pferd eins wird.

 

Doch mein allergrößtes Aha-Erlebnis ist unsere gemeinsame, aber vor allem Hetjas Gesamtentwicklung in der Zeit, in der Du uns nun begleitest. Zu Beginn hatte ich ein nervlich instabiles, körperlich schwächliches Pony, das bei jeder kleinsten positiven wie negativen Belastung aus allen Wolken gefallen ist und durch ihre Kopflosigkeit auch gefährliche Situationen herbei geführt hat. Mit jeder Reitstunde habe ich gelernt, mein Pferd, aber hauptsächlich mich selbst besser kennen zu lernen und mit Hetjas Sensibilität umzugehen.



Ich musste mir eingestehen, dass viel von Hetjas Verhalten durch mein Verhalten ausgelöst wurde, da wir nie gelernt hatten, uns gegenseitig zuzuhören und uns als Gemeinschaft zu sehen. Mit der Zeit gelang es uns, immer mehr, uns gegenseitig zu fördern und uns körperlich und seelisch weiter zu entwickeln. Durch Dich haben wir gelernt, wieder an uns zu glauben und uns als Team zu sehen. Wenn ich mein Pferd heute betrachte, sehe ich ein selbstbewusstes Pferd, das gelernt hat, seine Umwelt bewusst und interessiert wahrzunehmen und auch schwierige Situationen meistert.

Wo stehst Du mit Deinem Pferd aktuell?

Zur Zeit arbeiten wir daran, unsere feine Arbeit, die in der Hand-Bodenarbeit immer besser klappt, auf die Arbeit vom Sattel aus zu übertragen. Durch versammelnde Arbeit bekommt Hetja mehr und mehr die Idee, sich in den Hanken zu lösen und mehr Gewicht auf die Hinterhand zu legen. Dies soll ihr dabei helfen, ein noch besseres Körpergefühl zu erlangen und ihr die Übergänge in die weiteren Gangarten ermöglichen.

 

Was sind Deine zukünftigen Ziele?

Für die Zukunft wünsche ich mir weiterhin eine harmonische, ausgeglichene Arbeit, bei der wir in gleichem Maße profitieren. Gerade weil Hetja gesundheitliche Probleme hat, habe ich bei Dir, Alex, die optimale Begleitung gefunden, um mein Pferd bestmöglich und individuell zu fördern.


Zudem möchte ich lernen, Hetjas Körpersprache noch genauer zu lesen, um noch geringere, feinere Hilfen geben zu können. Als allerhöchstes Gut sehe ich allerdings die Freundschaft zwischen Hetja und mir. In vielen Situationen brauche ich nur mein Pferd zu betrachten und sehe mich und meine Emotionen in ihr gespiegelt. Vielleicht werden wir ja irgendwann wirklich eine Seele, die in zwei Körpern lebt.


Steckbrief von Tina Meller und Vaquera, ihre 25jährige Connemara-Camargue-Stute

Was hat Dich bewogen, bei mir Unterricht zu nehmen?

"Ich habe nach einem (neuen) Weg gesucht, mein Pferd vom Boden aus (da kein ponykompatibles Gewicht) gesundheitsfördernd und -erhaltend zu bewegen. Wir haben vorher viel verschiedenste Bodenarbeit, Clickertraining und anderes gemacht, aber mehr und mehr hatte ich das Gefühl, da „fehlt“ etwas. Google sei Dank habe ich dich gefunden! Mich hat der Ansatz der Akademischen Reitkunst fasziniert, die Entwicklung von Pferden mit körperlichen Schwierigkeiten oder Handicaps und der Stellenwert der Boden- und Handarbeit begeistert"


Was war Dein Kernthema bei Unterrichtsbeginn?

"Für mich stand sehen und fühlen lernen an allererster Stelle, sowie die Koordination meines eigenen Körpers (gleichmäßig rückwärts in einem runden Kreis laufen zum Beispiel…). Das ist natürlich auch immer noch ein Thema und manchmal hab ich das Gefühl, dass Vaquera innerlich seufzt und sich denkt, dass sie wirklich ein anstrengendes Exemplar von Zweibeiner erwischt hat. Immer wieder zeigt sie mir, dass sie eigentlich alle Antworten hat, ich muss nur lernen, die Fragen richtig zu stellen."


Was ist Dein ganz persönliches Aha-Erlebnis im Unterricht?

"Die gibt es zum Glück immer wieder, ich kann mich aber noch sehr gut an die allererste Stunde erinnern. Schon währenddessen dachte ich quasi andauernd „Ja! Genau! Das macht total Sinn!“ und danach hatte ich das Gefühl, in den letzten 30 Minuten mehr gelernt zu haben als in den drei Jahren davor. Und auch jetzt entdecke ich immer wieder neue Perspektiven an den „Basics“ und deren Zusammenspiel und Bedeutung."


Wo stehst Du mit Deinem Pferd aktuell?

"Wir feilen an der Ausführung und Dosierung der Schulparade, tasten uns vorsichtig an den Schulschritt heran und haben mit der Führposition von außen begonnen – bedeutet also wieder Koordinationstraining für mich – und sicher wird uns das auch wieder zu den Basics zurück führen."


Was sind Deine langfristigen Ziele?

"In ferner Zukunft ein versammelter, harmonischer Galopp am Boden – träumen darf man ja ;-), aber vor allem ein zufriedenes, lockeres und gesundes Pferd!"


Steckbrief von Ruth Klinke und ihrem Pflegepferd Franz, einem 22jährigen Haflinger-Mix

 

Auf der Suche nach einem Reittrainer bzw. einer Reittrainerin schaute ich Ende letzten Jahres einem Westernreitkurs zu. Der Trainer sagte mir zwar überhaupt nicht zu, allerdings traf ich auf diesem Kurs eine frühere Reitfreundin, Tina, die mir Dich empfahl.

Da ich weiß, dass ein Tipp von Tina immer Hand und Fuß hat (das war schon früher so!), habe ich mir schon fast gedacht, dass ich nun eine Trainerin für mich, Franz und mein zukünftiges Pferd (das ich noch suche), gefunden hatte. Ich hatte keinerlei Erfahrung mit Akademischer Reitkunst, wollte aber dringend an meinem Sitz arbeiten.

Mir war klar, dass die Arthrose im Vorderbein meines Pflegepferdes von jahrelanger einseitiger und falscher Belastung herrührt. Umso spannender fand ich die Vorgehensweise in der ersten Reitstunde, die Bewegungen und Verspannungen erst einmal zu erspüren und eine Vorstellung davon zu bekommen, wie das Pferd laufen und die einzelnen Wirbel sich formen sollten.


Das Erspüren einzelner Körperfunktionen, Bewegungen und Abläufe kannte ich bisher nur vom funktionalen Stimmtraining, merkte aber schnell, dass es auch auf das Reiten bzw. die Bodenarbeit mit dem Pferd anwendbar ist.

Mich fasziniert die "Kleinheit" der nötigen Bewegungen, die Veränderungen bewirken. Warum und wie soll sich das Pferd biegen. Diese Vorstellung im Kopf zu haben und allein dadurch schon eine Menge zu verändern, das beeindruckt mich und gehört zu den kurzfristigen Zielen, die ich mir gesetzt habe.

Als langfristiges Ziel möchte ich gesunde Pferde, die auch im hohen Alter noch belastbar und in Balance sind.


Wir stehen noch ganz am Anfang, aber ich weiß, dass der Weg der richtige ist und freue mich auf jeden Schritt mit Dir, Alexandra, und den Pferden.


Kim und El Lobo, 17  Jahre, Appaloosa-Mix

 

Was hat Dich bewogen, bei mir Unterricht zu nehmen?

"Nachdem uns unsere ehemalige Reitlehrerin auf Grund ihrer räumlichen Veränderung nicht mehr unterrichten konnte, waren wir auf der Suche nach einer neuen Inspiration. Alex war eine Empfehlung unter Reiterfreunden, die uns vollkommen neue Wege geöffnet hat. Ich hatte zu Beginn den Wunsch, dass Lobo und ich nicht nur im Gelände harmonieren, sondern uns auch in der Halle weiter entwickeln können. Ich hätte mir nie erträumen lassen, dass mich eine vollkommen neue Art und Weise der Reiterei erwartet und voll und ganz fesselt."


Was war Euer Kernthema bei Unterrichtsbeginn?

"Auf Grund von Lobos Vergangenheit als Wanderreitpferd war es für ihn vollkommen normal, in kürzester Zeit so viele Kilometer wie möglich zurück zu legen. Wir mussten ihm ein vollkommen neues Bewegungsmuster vermitteln, damit er seine Hektik ablegen und zuhören konnte."


Was ist Dein ganz persönliches Aha-Erlebnis im Unterricht?

"Aha-Erlebnisse hatten wir beide auf unserer akademischen Reise einige! Relativ am Anfang war ich vollkommen überrascht und beeindruckt darüber, wie effektiv und vor allem wie minimal ich Lobo durch meinen Sitz, meine Körpersprache und meine Gedanken leiten kann. Es hat sich angefühlt wie Magie, wenn ich knapp 600 kg unter mir durch die kleinsten Veränderungen in meinem Sitz dirigieren konnte. Ebenso einprägsam war es für mich, dass ich das Pferd unter mir ebenso schnell negativ beeinflussen kann. Mir ist bewusst geworden, dass es eigentlich immer der Mensch als Reiter ist, der sich verändern muss, damit das Pferd als Reittier optimal "funktionieren" kann. Ich habe mein Pferd als den sensibelsten und lehrreichsten Reitlehrer kennen gelernt, der sich selbst nicht nur körperlich, sondern auch geistig vollkommen verändert hat."

Wo stehst Du mit Deinem Pferd aktuell?

"Die Versammlung und ein korrekter Weg ins vorwärts/abwärts beschäftigt uns momentan sehr intensiv. Außerdem können wir uns jetzt, nachdem er körperlich deutlich flexibler ist, intensiv an seinem Geist arbeiten und ihn zu noch mehr Ruhe und Gelassenheit animieren."


Was sind Deine kurzfristigen Ziele?

"Nachdem wir den Schritt und Trab deutlich verbessert haben und die Schnelligkeit regulierbar geworden ist, möchte ich bald auch den Galopp intensiv angehen und verändern können."


Was sind Deine langfristigen Ziele?

"Schon immer träume ich davon, mein Pferd ohne jegliche Ausrüstung in vollkommener Versammlung reiten zu können. Wenn die Zeit und die Gesundheit auf unserer Seite sind, dann haben wir den absolut richtigen Weg gefunden, diesen Traum wahr werden zu lassen."


Pia Weber und ihre Katy, 5 Jahre, Engl. Vollblut-Mix

 

Nach gut einem Jahr im Gelände ist mir klar geworden, dass ich es nicht allein schaffe, meine Stute so auszubilden, dass sie vom Reiten keinen Schaden davon trägt. Mitunter haben sich somit auch einige Problemchen und Fehler eingeschlichen. Also habe ich mich auf die Suche nach einer Trainerin gemacht und bin auf Alexandra gestoßen.

Wir stehen noch ganz am Anfang in Sachen akademische Reitkunst und fangen nun quasi ganz von vorn erst einmal am Boden an.

Endlich habe ich jemanden gefunden, der mir auch die anatomischen Zusammenhänge erklärt, was in meiner bisherigen reiterlichen Laufbahn leider definitiv zu kurz kam.

Ich wünsche mir, mein Pferd auf Dauer gesunderhaltend reiten zu können und auf längere Sicht vielleicht noch die eine oder andere „Lektion“ darüber hinaus zu erlernen.


Kim Hege und ihre Pferde Krishna (22, Araber-Mix) und Brösel (4, Minishetty)


Was hat Dich bewogen, bei mir Unterricht zu nehmen?

"Mein Schwerpunkt (und das, worüber ich mich hauptsächlich weiter gebildet habe,) war bisher immer der psychische Aspekt. Ich habe mich hauptsächlich mit dem Lernverhalten der Tiere, ihrer Intelligenz, ihrem Wesen, Verhaltensbiologie, Herdenstrukturen, der Pferd-Mensch-Beziehung, geistige Auslastung etc. beschäftigt :-) Allerdings ist dabei leider die physische Gesunderhaltung lange Zeit von mir ein bisschen vernachlässigt worden. Ich war daher auch nie ein Fan vom Reiten, weil ich Angst hatte, Krishna dabei "kaputt zu machen". :-D Seit ein paar Jahren versuche ich, mich auch mit der Anatomie und der Gymnastizierung intensiver zu beschäftigen. Leider hat mir dazu immer die Betreuung gefehlt, so dass ich eher "ausprobieren" und schmökern musste. Es gibt ja auch viele, viele Leute, die einem dazu ziemlich viel Blödsinn erzählen.

Mit Dir habe ich endlich jemanden gefunden, der mir an meinen Pferden wunderbar zeigt, wie ich ihnen dabei helfen kann, gesund durchs Leben zu gehen. :-) Genau das hatte ich gesucht!"


Was war Dein Kernthema bei Unterrichtsbeginn?

"Die Gymnastizierung generell. Meine Reitmotivation (habe ich schon wieder erhalten) und mein Sitz ;-) (sind es ja immer noch)"


Was ist Dein ganz persönliches Aha-Erlebnis im Unterricht?

"Oh je, da gab es schon viel zu viele.

Vermutlich war das größte der Moment, als ich endlich verstanden habe, was Biegung eigentlich wirklich ist. Und dass es was völlig anderes ist, als das, was mir viele Reitlehrer zuvor als "Biegung" verkauft haben :-)"


Wo stehst Du mit Deinem Pferd aktuell?

"Noch gaaanz am Anfang."

Was sind Deine kurzfristigen Ziele?

"Spaß mit meinen Pferden haben und sie dabei körperlich fit zu erhalten :-)"

Was sind Deine langfristigen Ziele?

  • "Eine vielseitige neue Beschäftigungsmöglichkeit für meine zwei zu haben, die sie zugleich gesund erhält.
  • Die Seitengänge an der Hand und irgendwann unterm Sattel.
  • Muskelaufbau bei Krishna und
  • für Brösel einfach "nur" eine Ausbildung, die ihr aufgewecktes, liebes Wesen fördert und sie dabei gesund erhält.
  • Einen geschmeidigen, enstpannten Sitz bekommen und weniger Nachdenken beim Reiten.
  • Ganz viel Balance für mich, Krishna und Brösel ;-)."

Laura Becker und ihr
Leon, 14 Jahre, Dülmener Wildpferd
Ich habe damals bei Alex Hilfe gesucht, da sich zwischen meinem Pony und mir einige Meinungsverschiedenheiten aufgestaut hatten. Ich kannte davor die akademische Reitkunst überhaupt nicht, aber ich bin total froh, diesen Schritt gemacht zu haben. Denn heute sind wir noch enger zusammengewachsen und profitieren jeden Tag von dieser tollen Reitweise und dem Miteinander.
Zu Beginn des Unterrichts lag unser Kernthema bei Horsemanship und später bei dem Schulterherein.
Mein persönliches Aha-Erlebnis im Unterricht ist, dass man nur alleine durch das Denken, die Körpersprache oder feinste Signale dem Pferd die Idee geben kann, eine Lektion korrekt und mit Leichtigkeit auszuführen und dass man jeden Tag aufs Neue von den Pferden lernen kann.
Nach längerem, krankheitsbedingtem Ausfall beginnen wir im Moment wieder mit der Stellung und Biegung im Stehen und den Seitengängen. 
Der Weg ist das Ziel - ich bin gespannt, wo wir noch landen werden! Wir freuen uns schon drauf :-).